AuS der geMeinde Ausgabe 02/2026 Amtliches Mitteilungsblatt Wenzenbach 28 Den ausbau der b16 zwischen bernhardswald und Wenzenbach mit seinen auswirkungen auf die Ortsdurchfahrt haben viele noch gut in erinnerung. Trotz erheblicher herausforderungen und Unmutsbekundungen aus der bevölkerung haben bürgermeister sebastian Koch und der gemeinderat den ausbau stets als Chance für die Verkehrsinfrastruktur verstanden – und diese Chance konsequent genutzt. ein sichtbares beispiel ist der neue Pendlerparkplatz an der b16anschlussstelle. noch bedeutender sind jedoch die strukturellen Verbesserungen: Mit der südspange wurde eine wichtige Verbindungsstrecke zum Probstberg geschaffen, die die Pestalozzistraße und die regensburger straße nachhaltig entlastet. Die Westumfahrung wiederum eröffnet der gemeinde neue entwicklungsmöglichkeiten. Durch die entlastung der Unterlindhofstraße kann sich das baugebiet roither berg in richtung roith erweitern – und es entsteht die Möglichkeit zur ansiedlung eines nahversorgungszentrums (nVZ). Nahversorgungszentrum: Jetzt sind die Weichen gestellt Über ein nahversorgungszentrum wird seit mehreren Jahren diskutiert. nun hat der gemeinderat einstimmig ein tragfähiges gesamtkonzept beschlossen, das zügig in ein bauleitplanungsverfahren überführt werden soll. im Folgenden beantworten wir zentrale Fragen, die uns immer wieder gestellt werden: Wo entsteht das Nahversorgungszentrum? Das nVZ wird oberhalb des kleinen Wäldchens entlang der Westumfahrung realisiert. Die entsprechende abzweigung wurde bereits baulich berücksichtigt. Was ist konkret geplant? angrenzend an das Wohngebiet „an der Zell“ sollen zunächst rund 42 Wohnbauparzellen und einem bereich mit geschoßwohnungsbau (24 Wohneinheiten) entstehen. Daran anschließend ist auf einer Fläche von etwa 24.000 m² das nahversorgungszentrum vorgesehen – mit: dem Vollsortimenter edeka (Verkaufsfläche 1.400 m²), n dem Drogeriemarkt rossmann (800 m²) sowie n alDi für den Discountbereich (1.200 m²). n selbstverständlich wird eine ausreichende Zahl an stellplätzen eingeplant. Warum hat das Projekt so lange gedauert? Vereinfacht gesagt: angesichts der „dicken bretter“, die zu bohren waren, hat es nicht einmal außergewöhnlich lange gedauert. Zwar begann die Diskussion bereits vor rund neun Jahren, seriös planen ließ sich das gebiet jedoch erst, nachdem es der gemeinde imWinter 2019/2020 gelungen war, alle notwendigen grundstücke für die Westumfahrung zu sichern und anschließend 2022 die entsprechende bauleitplanung erfolgreich abzuschließen. Klar war: Ohne Westumfahrung kein nahversorgungszentrum. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Verhandlungen mit handelsketten und investoren Zeit in anspruch genommen haben. Die gemeinde konnte direkt neben der Westumfahrung 20.000 m² Fläche erwerben. Dadurch ist sie nicht nur baurechtlich handlungsfähig, sondern kann auch konzeptionell mitgestalten. Der gemeinderat entschied sich bewusst dagegen, diese Flächen im Wettbewerb meistbietend zu veräußern. stattdessen stand von anfang an ein stimmiges gesamtkonzept im Vordergrund. Früh fiel die Wahl auf edeka Dirnberger, der ein innovatives Konzept für den standort außerhalb des Ortskerns vorstellte und zugleich mit einem abgespeckten nahkauf-Konzept die grundversorgung im Ortszentrum sichern wollte. ab 2020 fasste der gemeinderat mehrere beschlüsse zu klar definierten rahmenbedingungen, etwa: mindestens 60 Prozent lebensmittelanteil, n verbindliche Öffnungs- (z. b. auch am sa) und Mindestlauf- n zeiten (10 Jahre), absicherungen durch Vertragsstrafen. n Dennoch kam es nicht zu einer endgültigen einigung. Zusätzlich erschwerten Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg die rahmenbedingungen erheblich. bau- und Finanzierungskosten stiegen deutlich, wodurch auch das angrenzende Wohngebiet nicht mit der ursprünglich geplanten Dynamik vorangetrieben wurde. gerade dieses Wohngebiet ist jedoch – zumindest planungsrechtlich – erforderlich, um das sogenannte anbindegebot für nahversorgungszentren zu erfüllen. Warum ist eine Grundversorgung im Ortskern notwendig? ein handelsgutachten kam zu dem ergebnis, dass Wenzenbach möglicherweise nicht genügend Kaufkraft für zwei Vollsortimenter bietet. eine mittel- bis langfristig tragfähige lösung sei daher nur zu erwarten, wenn innerorts anpassungen erfolgen. im rahmen des integrierten städtebaulichen entwicklungskonzepts beteiligten sich vor einigen Jahren rund 900 bürgerinnen Durchbruch beim Nahversorgungszentrum Gemeinderat beschließt einstimmig ein stimmiges Gesamtkonzept
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