Mitteilungsblatt des Marktes Nittendorf

uNSERE VEREiNE 32 Januar 2025 Mitteilungsblatt Markt Nittendorf „Beeindruckend, was hier geleistet wurde“ Gisela Sengl, Landesvorsitzende der Grünen ist begeistert vom bürgerschaftlichen Engagement in der SoLaWi Jura in Nittendorf Unter märchenhaften Vorzeichen stand der Besuch der Grünen-Landesvorsitzenden Gisela Sengl am Freitagin Nittendorf: Sengls Reise führte sie an ein solidarisches Schlaraffenland, sprich den Acker der Solawi Jura. Dort führte sie Konrad Hein, Vereinsvorsitzender, trotz eisigen Windes über die zwei Hektar große Fläche und ließ die Anwesenden an der Erfolgsgeschichte teilhaben. Seit knapp vier Jahren wird die Fläche nun von der solidarischen Landwirtschaft, die als Verein organisiert ist, bewirtschaftet. Stück für Stück wurde das Angebot erweitert. So wird selbst in den Wintermonaten noch regionales und ökologisches Gemüse, wie Grünkohl und Rosenkohl geerntet und neben Lagergemüse an die Mitglieder verteilt. „Wir probieren immer wieder neue Verfahren und Sorten aus und lernen viel dadurch“, sagte Hein. Engagement über Parteigrenzen hinweg Auf die Frage Sengls, selbst Biobäuerin, was denn sein Antrieb sei, sagt Hein „Ich bin Familienvater und möchte meine Kinder gesund ernähren und ihnen Wertschätzung für unsere Lebensmittel vermitteln.“ Ermöglicht worden sei die SoLaWi Jura auch durch die engagierte Unterstützung von Nittendorfs Bürgermeister Helmut Sammüller (FW) und wegweisende Beschlüsse des Marktgemeinderates, für die sich laut Hain auch die grünen Markträte stark gemacht hätten. Sandra Kapinsky, eine der Grünen im Gremium, ist sehr zufrieden mit der Entwicklung der SoLaWi Jura, „Heute kann ich begutachten, was wir gemeinsam am Sitzungstisch möglich gemacht haben.“ SoLaWi Jura: Auch imWinter aktiv Beim Ackertag wird Sauerkraut eingesalzen und Gemüse geerntet Während die meisten Gärten in der Gemeinde längst winterfest gemacht sind, und bis zum März vor sich hinschlummern, ist auf dem Acker der SoLaWi noch längst keine Ruhe eingekehrt. Denn anders als in den ersten Jahren des Vereins, wird nun auch im Winter noch fleißig geerntet und das Gemüse an die Mitglieder verteilt. So steht zum Beispiel der Grünkohl noch in voller Pracht auf dem Acker. Andere Gemüsesorten, werden jetzt aus der Erde geholt und im Erdkeller eingelagert. So ist gewährleistet, dass die Mitglieder – Ernteteiler genannt – auch jetzt in der kalten Jahreszeit nicht auf frisches, streng ökologisch und regional angebautes Gemüse verzichten müssen. Auch die Gemeinschaft kommt bei dem noch jungen Verein nicht zu kurz. So wurde am vergangenen Samstag zum Ackertag nicht nur fleißig gearbeitet, sondern auch noch Sauerkraut eingesalzen. Das leckere Ergebnis dieser Gemeinschaftsaktion wird dann an die Ernteteiler verteilt. „Uns ist dabei wichtig, dass wir den Menschen auch etwas zeigen und Wissen und Erfahrungen weitergeben – hier zum Beispiel wie man Gemüse durch Fermentation haltbar macht und auch noch ein tolles Geschmackserlebnis generiert“, sagt die Initiatorin Elisabeth Rappl. Rund 60 Kilogramm Kraut wurden dabei verarbeitet. Mitglied werden: Nach dem erfolgreichen vierten Gartenjahr, das im März endet, gibt es jetzt wieder die Möglichkeit der SoLaWi beizutreten und Teil dieses Vereins zu sein. Dafür finden immer am ersten Samstag im Monat jeweils um 10 Uhr Ackerrundgänge auf dem Feld statt. Interessenten melden sich unter der E-MailAdresse info@solawi-jura.de. alle FotoS: Konrad Hain SoLaWi Jura in Nittendorf Grüne-Landesvorsitzende Gisela Sengl mit dem SoLaWi-Vorsitzenden Konrad Hain sowie Vertretern der Grünen und der SoLaWi am Acker in der Nähe des Waldkindergartens Foto: Sabine Franzl Rund 60 Kilo Weißkraut wurden eingesalzen, damit es später leckeres Sauerkraut für die Ernteteiler gibt Prachtvoll: Trotz der Winterkälte wachsen noch einige Kulturen am Acker der SoLaWi Die großen Karotten wandern jetzt in den Keller, damit es für die Ernteteiler das ganze Jahr über frisches Gemüse gibt

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